GSB 7.1 Standardlösung

Psychosomatische Rehabilitation nach Covid-19-Erkrankung

In der Post-Covid-19-Rehabilitation werden Therapieziele sowohl im psychischen als auch somatischen und im beruflichen Bereich definiert. Dabei steht das Therapieziel „Reduktion und Bewältigung Corona-assoziierter Beschwerden“ an erster Stelle. Die Alltagsfunktionen sollen verbessert werden, um hierdurch die Teilhabe am Leben wie vor dem Zustand der Erkrankung zu erzielen.

Voraussetzungen

Voraussetzung für diese Post-Covid-Rehabilitation sind:

  • Virusfreiheit (Vorlage eines aktuell gültigen negativen Corona-Abstriches / PCR-Test),
  • keine einschränkenden Vorgaben durch das zuständige Gesundheitsamt,
  • Rehabilitationsfähigkeit,
  • eine positive Reha-Prognose,
  • eine adäquate Behandlungsmotivation.

Für die passgenaue Empfehlung einer Psychosomatischen Post-COVID Reha sollte bei Unklarheiten die Vorstellung in einer spezifischen Post-Covid-Ambulanz erfolgen. Dadurch ist sichergestellt ist, dass eine möglicherweise notwendige, spezielle medizinische Abklärung (Bildgebung, spezielle Laborwerte, etc.) im Vorfeld durchgeführt worden ist und die Betroffenen sich bei uns in der Klinik auf die Bewältigung der Teilhabestörungen konzentrieren können. Bitte bedenken Sie auch, dass es in der Psychosomatik weder eine AHB noch eine Frühreha gibt.

Wichtig für den Ärztlichen Befundbericht

Wichtig ist für uns, dass Sie uns die bestehenden Funktionseinschränkung bereits in Ihrem Ärztlichen Befund mitteilen. Denn an diesen anhaltenden Funktionseinschränkungen werden wir während der Reha gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten arbeiten.

Ziel der Reha ist, die Erwerbsfähigkeit wiederherzustellen. Daher muss die Patientin oder der Patient bereits in der Lage sein, daran zu arbeiten.

Mögliche Diagnosen sind:

  • F48 Überlastungssyndrom bei Zustand nach Covid
  • F48 Phobisch-neurotische Überlagerung bei Zustand nach Covid
  • F41 Reaktiver Angstzustand bei Zustand nach Covid
  • F32 Reaktive Depression bei Zustand nach Covid
  • Zukunftsangst nach einer lebensbedrohlichen Situation

Hier finden Sie die Formulare für den ärztlichen Befundbericht, eine Kurzinformation und die Honorabrechnung.

Was leistet die Rehabilitation?

Wir möchten die Alltagsfunktionen unserer Patientinnen und Patienten verbessern, damit sie wieder wie vor der Erkrankung am Leben teilhaben können. Während der Reha arbeiten wir gemeinsam an folgenden Zielen:

  • Die Krankheit bewältigen und die Lebensqualität fördern
  • Strategien zur Krankheitsbewältigung erlernen
  • Erlernen des Umgangs mit Stress und Belastungssituationen
  • Verbesserung der Selbstwahrnehmung und des Selbstwertgefühls
  • Verminderung von negativen Affekten wie Depression, Angst, Panik
  • Erwerb von Problemlösefähigkeiten
  • Körperliche Leistungsfähigkeit und psychische Belastbarkeit verbessern
  • Reduzierung von körperlichen Krankheitssymptomen
  • Vertrauen in die körperliche Leistungsfähigkeit durch gezieltes Training entwickeln
  • Klärung sozialmedizinischer Fragestellungen bei beruflichen Problemlagen im Rahmen unseres Ansatzes zur „Medizinisch Beruflichen Rehabilitation“ (MBOR) damit der Rehabilitand weiß, wie es nach dem Aufenthalt weitergeht.

Therapieinhalte

In Ergänzung (individuell und nach Verordnung) unseres Standardprogramms bieten wir folgende Module zusätzlich an:

  • Ergometrie zu Beginn (nur bei Auffälligkeiten eine Untersuchung am Ende)
  • Lungenfunktionsprüfung
  • Sauerstoffsättigung
  • Spezifische Atemgymnastik
  • Ausdauertraining zu Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
  • Hirnleistungstraining
  • Gruppengespräch unter Leitung Arzt und Psychologe
  • Teilnahme an der Indikativen Gruppe Angst oder Depression (laut der Studienlage die häufigsten Folgeerkrankungen)

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK